Rekultivierung
 
Seit Aufnahme ihrer Tätigkeit legt die KAGA grössten Wert darauf, die vorübergehend genutzten Kiesabbau-Terrains der Landwirtschaft in bester Qualität zurückzugeben. Dabei hat sie sich von Anfang an nie mit der rein ästhetischen Begrünung begnügt. Die KAGA erachtet es als ihre wichtigste Aufgabe, die Flächen nicht nur in ihrer früheren Nutzungsart zurückzugeben, sondern die Felder sogar für eine vielfältigere Nutzung als in "gewachsenem Zustande" herzurichten.

Der Bodenaufbau nach der Auffüllung einer Kiesgrube muss sorgfältig erfolgen. Natürliche Entwässerungen werden eingebaut, und der vor dem Kiesabbau schichtweise abgetragene Unter- und Oberboden muss wieder angelegt werden. Dazwischen lässt man dem Boden immer wieder genügend Zeit, damit sich die nötigen Pflanzenwurzeln bilden und Kleinlebewesen ansiedeln können. Eine gute Rekultivierung nimmt deshalb rund fünf Jahre in Anspruch.

  Rekultivierung
Bodenaufbau   Erfolgreiche Rekultivierungen vertiefen bei allen Beteiligten, sei es beim Landwirt, der sein Land zur Verfügung stellt, sei es bei den zuständigen Behörden, die der KAGA die notwendigen Bewilligungen erteilen, das Vertrauen in ihre Tätigkeit und fördern die allgemeine Akzeptanz des Kiesabbaus.   Rekultivierung


Naturschutz
 
Naturschutz   Kiesgruben als Ersatzlebensräume

Kiesgruben sind zwar vom Menschen geschaffene Elemente der Landschaft. Sie beherbergen jedoch eine Vielzahl besonderer Biotope, die Seltenheitswert besitzen. Von Gewässern über extrem nasse bis zu extrem trockenen Standorten steht spezialisierten Tier- und Pflanzenarten ein breites Spektrum von Lebensräumen zur Verfügung. Die Kiesgruben können der Pflanzen- und Tierwelt die Kiesbänke jener Flüsse ersetzen, die in den letzten hundert Jahren zwischen Dämmen gezähmt worden sind und nicht mehr frei mäandrieren können. In einem Flusstal, das vom Menschen unbeeinflusst ist, schüttet das Gewässer Kiesbänke auf und ändert immer wieder seinen Lauf. Es entstehen kurzfristig und vorübergehend Lebensräume für spezialisierte Pflanzen und Tiere, die den extremen Verhältnissen im Flussbett angepasst sind. Die gleiche Dynamik ist beim Kiesabbau anzutreffen. Es entstehen immer wieder trockene Kiesflächen oder Nassstandorte, die von den Pionieren im Pflanzen- und Tierreich in kurzer Zeit besiedelt werden.